Allgemeine Geschäftsbedingungen
Hinweis: Diese Bedingungen sind ein sorgfältig erstellter Ausgangstext (Stand 2026-09-20), aber keine Rechtsberatung. Lass sie vor dem Verkaufsstart von einer österreichischen Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt prüfen — insbesondere die Abschnitte zu Haftung, Verfügbarkeit und Kündigung.
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge über die Nutzung der Software „GigOffice" (nachfolgend „Software" oder „Dienst") zwischen Midnight OG, Lederergasse 29, 9500 Villach (nachfolgend „Anbieter") und der Person oder Band, die den Dienst bucht (nachfolgend „Kunde"). Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
2. Vertragsgegenstand und Leistungsumfang
Der Anbieter stellt dem Kunden die Software als über das Internet nutzbaren Dienst (Software as a Service) zur Verwaltung von Anfragen, Terminen, Angeboten, Bandmitgliedern und — je nach Tarif — Finanzen und KI-gestützten Zusatzfunktionen zur Verfügung. Ein Anspruch auf Überlassung des Quellcodes, auf Installation auf eigener Hardware oder auf einen bestimmten, über die aktuelle Preisseite hinausgehenden Funktionsumfang besteht nicht.
Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Tarif (Solo, Starter, Crew oder Tour) gemäß der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Preisseite unter https://gigoffice.at/preise. Der Anbieter kann dem Kunden auf Anfrage außerhalb der öffentlichen Tarife einzelne Bänder unentgeltlich oder zu individuellen Konditionen bereitstellen (z. B. Partnerkonten); für diese gelten diese AGB entsprechend, soweit nichts Abweichendes vereinbart ist.
3. Registrierung, Vertragsabschluss und Testphase
Der Vertrag kommt mit erfolgreichem Abschluss des Registrierungsvorgangs zustande. Bei kostenpflichtigen Tarifen erfolgt zusätzlich eine Zahlungsautorisierung über den Zahlungsdienstleister Stripe (Abschnitt 5); der Vertrag steht insoweit unter der aufschiebenden Bedingung einer erfolgreichen Zahlungsfreigabe.
Kostenpflichtige Tarife beginnen mit einer kostenfreien Testphase von 14 Tagen. Wird der Vertrag nicht vor Ablauf der Testphase gekündigt, geht er automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement zum jeweils gewählten Abrechnungszeitraum über. Der Tarif „Solo" ist dauerhaft kostenlos und geht nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abo über.
Bucht ein Verbraucher einen kostenpflichtigen Tarif und wünscht ausdrücklich, dass die Nutzung der Software bereits vor Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist beginnt, gilt zusätzlich die Widerrufsbelehrung, der der Kunde im Bestellvorgang gesondert zustimmt.
4. Preise, Umsatzsteuer und Zahlungsabwicklung
Es gelten die auf der Preisseite zum Zeitpunkt der Buchung angegebenen Preise. Alle Preise verstehen sich, soweit nicht ausdrücklich anders angegeben, zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer. Der Kunde kann zwischen monatlicher und — soweit für den gewählten Tarif angeboten — jährlicher Abrechnung wählen; bei jährlicher Abrechnung erfolgt die Zahlung im Voraus für zwölf Monate.
Die Zahlungsabwicklung erfolgt vollständig über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe, Ltd. Zahlungsmitteldaten (z. B. Kreditkartendaten) werden ausschließlich von Stripe verarbeitet und erreichen die Systeme des Anbieters zu keinem Zeitpunkt. Mit Beauftragung eines kostenpflichtigen Tarifs ermächtigt der Kunde den Anbieter, über Stripe die vereinbarten Beträge zum jeweiligen Fälligkeitszeitpunkt automatisch einzuziehen (automatische Verlängerung, siehe Abschnitt 5).
5. Laufzeit, automatische Verlängerung und Kündigung
Kostenpflichtige Abonnements verlängern sich nach Ablauf des gewählten Abrechnungszeitraums (monatlich oder jährlich) automatisch um denselben Zeitraum, sofern sie nicht vorher gekündigt werden. Der Kunde kann jederzeit zum Ende des laufenden, bereits bezahlten Abrechnungszeitraums kündigen — über das Stripe-Kundenportal im Kundenkonto oder per E-Mail an hello@gigoffice.at. Eine Rückerstattung bereits gezahlter, anteiliger Beträge für den laufenden Zeitraum erfolgt nicht, soweit sich nicht aus zwingendem Verbraucherrecht oder aus der Widerrufsbelehrung etwas anderes ergibt.
Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
6. Upgrade, Downgrade und Tarifwechsel
Ein Wechsel in einen höherwertigen Tarif (Upgrade) wird nach erfolgreicher Bestätigung durch Stripe unmittelbar wirksam; der Mehrbetrag für den laufenden Abrechnungszeitraum wird anteilig (pro rata) berechnet.
Bei einem Wechsel in einen geringerwertigen Tarif (Downgrade) oder in einen kostenlosen Tarif werden die vom bisherigen Tarif nicht mehr umfassten Funktionen und Zugänge nicht gelöscht, sondern zunächst gesperrt. Überschreitet der Kunde beispielsweise die im neuen Tarif enthaltene Anzahl an Zugängen oder E-Mail-Postfächern, bleibt der zuerst angelegte Zugang bzw. das Hauptpostfach aktiv; weitere werden deaktiviert. Der Kunde wird hierüber in der Anwendung informiert und kann die betroffenen Zugänge durch ein erneutes Upgrade jederzeit reaktivieren. Bereits gespeicherte Daten (E-Mails, Termine, Kontakte) bleiben davon unberührt und gehen durch einen Downgrade nicht verloren.
7. Nutzerzahl und Mehrfachzugänge
Die im jeweiligen Tarif angegebene Anzahl an Personen bezeichnet die Zahl gleichzeitig aktiver Zugänge (Benutzerkonten) innerhalb einer Band. Wird sie überschritten, ist ein Wechsel in einen passenden Tarif erforderlich; der Anbieter kann die Anlage weiterer Zugänge bis dahin serverseitig unterbinden.
8. Pflichten des Kunden
- Zugangsdaten (Passwörter, E-Mail- und Postfach-Zugangsdaten) sind geheim zu halten und dürfen nicht an Unbefugte weitergegeben werden.
- Der Kunde ist allein für die Rechtmäßigkeit der von ihm oder über sein angebundenes E-Mail-Postfach in die Software eingestellten Daten verantwortlich, insbesondere für die datenschutzkonforme Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter (z. B. anfragender Veranstalter) sowie für die eigene Berechtigung, das angebundene Postfach zu nutzen.
- Eine missbräuchliche Nutzung — insbesondere der Versand unerwünschter Massen-E-Mails (Spam), rechtswidriger Inhalte oder Schadsoftware über die Software — ist untersagt und berechtigt den Anbieter zur sofortigen Sperrung des Zugangs.
- Der Kunde stellt sicher, dass die von ihm angegebenen Kontakt- und Rechnungsdaten zutreffend sind und hält sie aktuell.
9. Sperrung bei Zahlungsrückständen
Gerät der Kunde mit einer fälligen Zahlung in Verzug und schlägt auch ein Zahlungsversuch von Stripe (einschließlich automatischer Wiederholungen) fehl, kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Benachrichtigung vorübergehend sperren. Bereits gespeicherte Daten werden dadurch nicht gelöscht; nach Ausgleich des Rückstands wird der Zugang unverzüglich wieder freigeschaltet.
10. KI-Funktionen
KI-gestützte Funktionen (automatische Textentwürfe, Zusammenfassungen, erweiterte Klassifizierung) sind ausschließlich im Tarif „Tour" enthalten und müssen vom Kunden zusätzlich aktiv eingeschaltet werden; sie sind in keinem anderen Tarif verfügbar oder buchbar. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder rechtliche Zulässigkeit von durch KI erzeugten Vorschlägen — diese sind stets als unverbindlicher Entwurf zu verstehen, den der Kunde vor Verwendung selbst zu prüfen hat. Der Anbieter behält sich vor, den eingesetzten KI-Anbieter oder das eingesetzte Modell zu ändern, sofern die Funktion in ihrem Kernzweck erhalten bleibt.
11. Verfügbarkeit und Wartung
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote, soweit nicht ausdrücklich gesondert vereinbart. Angekündigte Wartungsfenster sowie Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (z. B. Ausfälle des Hosting-Anbieters, höhere Gewalt, Störungen bei vom Kunden angebundenen E-Mail-Postfächern Dritter), begründen keinen Anspruch auf Minderung oder Schadenersatz, sofern sie einen angemessenen zeitlichen Umfang nicht überschreiten.
12. Datensicherung, Datenexport und Vertragsende
Die vom Kunden eingestellten Daten bleiben während der gesamten Vertragslaufzeit dessen Eigentum. Der Anbieter erstellt regelmäßige Sicherungskopien zum Schutz vor technischem Datenverlust; dies entbindet den Kunden nicht von einer eigenen, zumutbaren Datensicherung geschäftskritischer Inhalte. Der Kunde kann seine Daten während der Vertragslaufzeit jederzeit in gängigen Formaten (z. B. CSV, ICS, PDF) exportieren. Nach Vertragsende werden die Daten der Band spätestens 30 Tage nach Beendigung endgültig und unwiederbringlich gelöscht, sofern keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.
13. Gewährleistung
Der Anbieter gewährleistet, dass die Software im vertraglich vereinbarten Umfang funktionsfähig ist. Für geringfügige, die Nutzung nicht wesentlich beeinträchtigende Abweichungen sowie für Beeinträchtigungen, die auf einer fehlerhaften Nutzung, auf vom Kunden angebundenen Drittsystemen (z. B. einem fehlerhaft konfigurierten E-Mail-Postfach) oder auf höherer Gewalt beruhen, besteht keine Gewährleistung. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsregeln.
14. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden Bestimmungen des Produkthaftungsgesetzes. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung der Höhe nach auf den vertragstypischen, bei Vertragsschluss vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Diese Haftungsbeschränkungen gelten nicht gegenüber Verbrauchern, soweit ihnen zwingendes Recht entgegensteht.
15. Drittanbieter
Zur Erbringung des Dienstes setzt der Anbieter sorgfältig ausgewählte Drittanbieter ein, insbesondere den Hosting-Anbieter (siehe Impressum), den Zahlungsdienstleister Stripe sowie — nur bei aktivierter KI-Funktion im Tarif Tour — einen KI-Anbieter. Näheres regelt die Datenschutzerklärung.
16. Änderungen des Leistungsumfangs
Der Anbieter darf den Funktionsumfang der Software im Rahmen der Weiterentwicklung anpassen, sofern dadurch die vertraglich geschuldete Kernfunktionalität des jeweils gebuchten Tarifs nicht wesentlich beeinträchtigt wird. Wesentliche Einschränkungen bestehender Kernfunktionen werden dem Kunden mit angemessenem Vorlauf angekündigt.
17. Änderung dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von sechs Wochen vor Wirksamwerden ändern, etwa zur Anpassung an geänderte Rechtslage oder Rechtsprechung, technische Weiterentwicklung oder geänderte Geschäftsprozesse. Die Änderung wird dem Kunden in Textform (z. B. per E-Mail) mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der Ankündigungsfrist, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen; auf diese Wirkung sowie auf das Widerspruchsrecht wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Im Falle eines Widerspruchs bleibt es beim bisherigen Vertragsinhalt; beide Seiten können den Vertrag in diesem Fall ordentlich kündigen.
18. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG) und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Ist der Kunde Verbraucher, bleiben zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem er seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, unberührt. Ist der Kunde Unternehmer im Sinne des UGB, ist für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag das für Villach sachlich zuständige Gericht in Österreich zuständig.
19. Schlussbestimmungen
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt, soweit vorhanden, die gesetzliche Regelung.